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31.01.2011

Werbecomics

Eigentlich wollte ich heute die fertige Kürbiszeichnung posten, aber ich komme im Moment nicht dazu, sie fertig zu stellen. Stattdessen zeige ich zwei Entwürfe und einen fertigen Strip, die ich neben einigen mehr für eine Anzeige für das Magazin KLÄX entwickelt habe. Die Reinzeichnung stammt von Jörg Peter.

28.01.2011

Leuchtende Blumen


Zur Zeit beschäftigen mich die Darstellungen von Licht und Schatten im Medium Zeichnung. In diesem beiläufig entstandenen Bild vom letzten Jahr habe ich versucht eine leuchtende Blume zu zeichnen. Das Motiv der leuchtenden Blume habe ich einem Buch von Tove Jansson entnommen: Mumins lange Reise. Anders als der Titel erwarten lässt ist Mumins lange Reise ein ganz schmaler Band, in dem Mumin, ein Troll, und seine Mutter und ein nicht näher bezeichnetes "kleines Tier" von einer leuchtenden Blume vor einer Schlange gerettet werden. In der Blume befindet sich, genau wie in Däumelinchen von Hans Christian Andersen (siehe vorletzten Post), ein junges Mädchen. Ihre Haare sind die Lichtquelle, welche die Blume zum Leuchten bringt. Hier ist die Beschreibung dieser schönen und fantasievollen Szene. Die Zeichnung stammt von der Autorin. In einem der nächsten Posts werde ich mehr über Tove Jansson schreiben.



27.01.2011

SPECTRUM 18 — CALL FOR ENTRIES

Morgen ist Einsendeschluss für Beiträge zu einem amerikanischen Jahrbuch für Fantasy- und Science Fiction-Illustrationen. Das Jahrbuch heißt Spectrum und erscheint zum 18. Mal.

Im Gegensatz zu europäischen Illustratoren haben US-Amerikaner ja keine Berührungsängste, was realistische Malerei betrifft. Produktionsentwürfe für Filme und Computerspiele, aber auch klassische Illustrationen für Bücher und Magazine in sehr realistischem Stil findet man auf vielen amerikanischen Websites von Illustratoren und Online-Galerien. Inhaltlich sind diese Bilder zwar sehr verschieden aber alle verbindet, dass sie dieselben formalen Kenntnisse zum Beispiel über Anatomie, Licht und Schatten, Perspektive oder atmosphärische Farbgebung erfordern. Viele dieser Illustratoren schätzen interessanterweise europäische Kunst und Künstler aus dem 19. Jahrhundert wie den Ultrarealismus der englischen Präraffaeliten oder die Lichtmalerei eines Impressionisten wie Claude Monet.

Ich habe an dem oben genannten Wettbewerb teilgenommen, allerdings nicht mit Malereien, sondern mit fünf Zeichnungen. Auch bei ihnen spielen Licht und Schatten eine wichtige Rolle. Die Bilder zeigen "Besucher", die es sich auf unserem Planeten bequem machen. Ich rechne mir keine Chancen aus angesichts der amerikanischen Konkurrenz, hatte aber trotzdem Lust teilzunehmen. Hier sind drei der fünf Bilder, die ich vor einigen Tagen in die USA geschickt habe. Zum Vergrößern bitte einfach auf die Bilder klicken.


26.01.2011

Das Kürbiskind


Mich fasziniert das Bild eines Menschen, der aus einer Pflanze heraus geboren wird. Auf meiner Zeichnung sieht man Nana, geboren aus einem Kürbis. Die Bildidee könnte die Frage beantworten, wie Nana in die Welt der Wollschnecke und des Einauges kam. Wenn Menschen in fantastische Welten geraten, dann muss es ja immer eine Art von Übergang geben, einen Schrank, ein Bild, das lebendig wird, eine geheime Tür, ein Brunnen, eine Telefonzelle, ein Kamin ... In diese andere Welt hineingeboren zu werden ohne Eltern, die auf einen aufpassen, eröffnet interessante erzählerische Möglichkeiten.

In dem Märchen Däumelinchen von H. C. Andersen kommt auch das Thema der Geburt aus einer Pflanze vor. Die Geschichte beginnt so:  

Es war einmal eine Frau, die sich sehr nach einem kleinen Kinde sehnte, aber sie wußte nicht, woher sie es nehmen sollte. Da ging sie zu einer alten Hexe und sagte zu ihr: “Ich möchte herzlich gern ein kleines Kind haben, willst du mir nicht sagen, woher ich das bekommen kann?”

“Ja, damit wollen wir schon fertig werden!” sagte die Hexe. “Da hast du ein Gerstenkorn; (...) lege das in einen Blumentopf, so wirst du etwas zu sehen bekommen!”

“Ich danke dir!” sagte die Frau und gab der Hexe fünf Groschen, ging dann nach Hause, pflanzte das Gerstenkorn, und sogleich wuchs da eine herrliche, große Blume; (...).

“Das ist eine niedliche Blume!” sagte die Frau und küßte sie auf die roten und gelben Blätter, aber gerade wie sie darauf küßte, öffnete sich die Blume mit einem Knall. Es war eine wirkliche Tulpe, wie man nun sehen konnte, aber mitten in der Blume saß auf dem grünen Samengriffel ein ganz kleines Mädchen, fein und niedlich, es war nicht über einen Daumen breit und lang, deswegen wurde es Däumelinchen genannt.

25.01.2011

Pappkarton — Nana + Paul 338

Dieser Comic entstand, nachdem die Cousinen unserer Kinder (Hallo, ihr zwo!) uns einen Karton mit Spielzeug und Büchern geschickt haben. Zuallererst wurde bei uns mit dem Karton gespielt, aber inzwischen liegt das Spielzeug auch nicht mehr daneben, sondern ist in Gebrauch – und der Karton im Altpapier. (Comic zum Vergrößern anklicken.)

24.01.2011

Paradiesgarten


Beim Zeichnen dieses Bildes habe ich vermutlich – ohne es vor Augen zu haben – an ein bekanntes Foto von W. Eugene Smith gedacht, auf dem ebenfalls zwei Kinder zu sehen sind.

Smith ist einer meiner Lieblingsfotografen. Er lebte von 1918 bis 1978 und wurde in den USA geboren. Das Bild von den zwei Kindern – der Titel lautet A walk to paradise garden  ist eher untypisch für sein Werk. Er fotografierte Themen wie den Pazifik-Krieg, Albert Schweitzer in Afrika und die Opfer einer Umweltkatastrophe in Japan und war offensichtlich besessen vom Wunsch nach dem perfekten Bild. Tatsächlich sind seine Fotos außergewöhnlich und es lohnt sich, sie anzusehen. Exzessiv war wohl auch sein Alkoholkonsum und 26.000 Jazz- und Klassikplatten soll er ebenfalls besessen haben. Tragischerweise wurde er während einer Reportage über einen japanischen Chemiekonzern von Werkschutzangehörigen verprügelt und verlor danach an Sehkraft.

Smith starb verarmt an den Folgen seines Drogenmissbrauchs, heißt es. Seine Bilder haben mich beeindruckt, weil sie so emotional sind. Dazu tragen neben den Themen auch die stark betonten Licht- und Schattenflächen bei.

Die Zeichnung hier ist schon fast ein Jahr alt, passt aber ganz gut zu den anderen der letzten Tage, finde ich. Morgen folgt übrigens wie jeden Dienstag wieder ein neuer Nana + Paul-Comicstrip.

23.01.2011

Beleuchtung von unten



Auf facebook gab es eine kleine, nicht ganz ernst gemeinte Diskussion über Monster, die von unten beleuchtet sind. Ich habe danach überlegt, inwiefern das Thema der "Beleuchtung von unten" in der Kunstgeschichte vorkommt und mir fiel Degas ein. Degas hat mehrmals Menschen auf Theater- und Ballett-Bühnen dargestellt, die damals am vorderen Bühnenrand von unten beleuchtet wurden. Was die Dame hier links macht, weiß ich nicht, aber die Beleuchtung von unten ist doch sehr schön.

21.01.2011

Das Einauge (2)

Zum Vergrößern das Bild anklicken und dann nochmals anklicken.


Anders als auf der Skizze habe ich hier das Leuchten des Weihers etwas stärker betont. Vor allem durch die Lichter und Schatten auf der Uferböschung, durch die Schatten der Warzen und des Auges und durch die Lichtstreifen auf den Baumstämmen, die über den Tümpel gefallen sind. Oder sind es Teile einer Höhlendecke? Egal. Ich brauchte einfach etwas, das ich von unten beleuchte konnte. 

Als einzige zweite Lichtquelle kann man rechts im Wald etwas ausmachen, das die Bäume von hinten beleuchtet. Ursprünglich hatte ich hier die Stämme von vorne, aus dem Weiher beleuchtet, dargestellt, aber das machte das Bild zu hell.


20.01.2011

Das Einauge (1)

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Ein immer wieder interessantes gestalterisches Problem ist die Darstellung von Licht. Hier soll es von unten aus dem Tümpel kommen. Das ergibt zwar nicht wirklich einen Sinn – was soll in einem Tümpel schon leuchten – aber Monster müssen ja immer von unten beleuchtet sein.

Die einäugige Gurke fiel mir vor ein paar Tagen ein. Erinnert sie an irgendetwas – außer an Polyphem, den Zyklopen? Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich Motive schon mal gesehen oder aber tatsächlich selbst erfunden habe. Doch! Jetzt fällt mir ein ähnliches Wesen ein. Das hier.

Wie das Einauge zu den Bildern der letzten Tage passen könnte, überlasse ich eurer Fantasie. Und auch die Vorstellung davon, wie der Körper dieser entsetzlichen Missgeburt, dieses Auswurfes aus dem Urschleim des Lebens, dieses Schreckens aller kleinen Tiere wohl unter der Tümpeloberfläche aussehen mag.

18.01.2011

Die Flucht durch den Wald (3) / Die Wollschnecke (1)

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Die Illustration ist etwas kontrastreicher geworden als beabsichtigt. Im Original sind viele Linien nicht nur schwarz, sondern teilweise auch grau. Die ganze Zeichnung wirkt dadurch weicher und differenzierter. Diese Feinheiten sind leider weg. 

Die Skizzen unten zeigen eine Schnecke, deren Haus nicht nur von IHR bewohnt wird. Damit sie etwas kuscheliger wirkt hat sie keine glatte, schleimige Haut, sondern einen Pelz aus Wolle.
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Geschmackvolle Deko — Nana + Paul 337

Comic zum Vergrößern anklicken

In meiner Kindheit hingen tatsächlich noch echte Äpfel am Weihnachtsbaum und echte Kerzen waren in den Augen der Erwachsenen trotz Hund und vier Kindern ein geringeres Problem als das ästhetische Übel einer elektrischen Beleuchtung. Die Welt ist inzwischen sicherer geworden, aber vielleicht auch ein wenig weniger gemütlich. Auch dieser Comic passt übrigens jahreszeitlich gesehen darum nicht so gut, weil ich die Strips hier immer erst vier Wochen nach der Printveröffentlichung poste.

17.01.2011

Die Flucht durch den Wald (2)

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Die Zeichnung von gestern entsteht ... Morgen ist sie fertig.


16.01.2011

Die Flucht durch den Wald (1)

Heute beginne ich eine Serie, von der ich noch nicht genau weiß, wohin sie führen wird. Den Anfang macht eine Vorzeichnung, die ich in zwei Stufen gescannt habe. Die fertige Illustration und weitere Bilder werden folgen. Zusammen sollen sie Stimmungen und Anregungen für eine Geschichte liefern, die es noch nicht gibt und die vielleicht parallel zur Entstehung der Bilder in meinem Kopf bzw. unseren Köpfen Gestalt annehmen wird.


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06.01.2011

Bäume schmücken in Hamburg












In unserer liebenswerten Siedlung mit den kleinen Arbeiterhäuschen steht vor jedem Haus ein kleiner Obstbaum. Das war bereits vom Architekten in den 30er Jahren so geplant worden. Und wenn irgendein Fest hier in Klein Borstel im Anmarsch ist, schmücken einige Nachbarn ihre Bäume. In der letzten Woche konnte man jetzt sogar drei verschiedene Arten von "Baumschmuck" beobachten:

Meisenfutter...




... Weihnachtskugeln und...





















... Ostereier. Die hängen allerdings nicht "schon" da, sondern "noch". Aber man weiß ja: JEDE Uhr zeigt zwei Mal am Tag die richtige Zeit – selbst, wenn sie steht! Also freuen wir uns jetzt schon auf Ostern ...

Nana + Pauls Comic-Fashion-Show (Schluss)

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Die Idee hinter der Comic-Fashion-Show war, sich Gedanken darüber zu machen, inwiefern man die Kleidung der Figuren in meinem Comic-Strip individueller gestalten könnte. Für den Frühling kann ich mir im Moment so eine französische Modevariante vorstellen. Zwei Klassiker: Eine Schuluniform für Nana und ein gestreiftes Fischershirt für Paul. Und man merkt: Kleider machen Leute. Paul wirkt sofort ein ganzes Stück bodenständiger. Nana dagegen scheint auf dem Weg zur Geigenstunde zu sein.

05.01.2011

Zufälliges Zusammentreffen

Noch so ein zufälliges Zusammentreffen. Im Billigkunstbücherregal einer großen Buchhandelskette in der Hamburger Spitalerstraße fand ich vor einiger Zeit diese Paarung...

03.01.2011

Nana und Paul... Wau, wau!

Nun ist es raus: Nana und Paul sind gar keine Menschen... äh... Comicfiguren, sondern Hunde! Heute habe ich eine Website gefunden, auf der ein Foto von zwei Hunden abgebildet ist, die "Nana" und "Paul" heißen. Ich versuche gerade herauszufinden, ob das ein Zufall ist. EIN Indiz spricht dafür, dass die Hunde nach dem Comic benannt wurden und nicht umgekehrt: Mein Comic ist älter.

Nachtrag: Ich habe der Besitzerin von Nana + Paul gemailt. Es ist doch ein Zufall, dass die Hunde so heißen.

Nana + Pauls Comic-Fashion-Show (Sieben)

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Vor einigen Tagen hatte ich ein Art-Deco-Portrait von Nana gepostet.

Ich habe es in einem Weihnachtscomic als Titel-Panel verwendet. Den Comic gibt es hier demnächst zu sehen.

Weil das Format der Titel-Panels etwas weniger schlank ist, habe ich das Bild in die Breite gezogen. Hier links sieht man einen Scan aus den Stuttgarter Nachrichten.

Nana sieht sich in dieser Version ähnlicher als in der schlanken. Aber die Eleganz der Vorlage ist natürlich dahin.


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02.01.2011

Schneeengel — Nana + Paul 335

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Ich veröffentliche die Comics hier in meinem Blog immer vier Wochen nach deren Erscheinen in den Zeitungen. Darum kommen jetzt in den nächsten Wochen die Weihnachtsthemen ;-)
Der Schneemann im Titelpanel erinnert an andere, die Bill Watterson für Calvin und Hobbes gezeichnet hat und die wiederum sehr wahrscheinlich inspiriert waren von schönen Schneemann-Pointen aus den Peanuts-Comics von Charles Schulz...