10.04.2016

Detektivclub "Weiße Feder" (DCWF)


Als Kind habe ich gerne die "Schwarzen Hand" gelesen – Detektivgeschichten zum Mitraten von Hans Jürgen Press. Das Besondere daran waren die Bilder. Die Lösungen ergaben sich meistens erst, wenn man die detailreichen Illustrationen genau ansah.                                                                                                       
Seit einigen Monaten habe ich nun die Gelegenheit selber solche Detektivgeschichten für Kinder zu zeichnen und zu schreiben. Sie erscheinen in dem Kindermagazin "KLÄX", für das ich auch den titelgebenden Comic schreibe. Mein Detektivclub heißt "Weiße Feder" und besteht im Moment aus nur zwei Personen: Jonathan und Lisa.
Im ersten Fall ging es um brennende Autos, im zweiten um Spuren von Skifahrern im Schnee, im vierten, zuletzt veröffentlichten Fall ging es um Kunstfälschung. Im dritten Fall, den man hier in Bild und Text sieht, geht es um einen Raub im Naturkundemuseum...


Einbruch ins Naturkundemuseum

Wie geisterhafte große Schatten stehen die präparierten Tiere bewegungslos im nächtlichen Naturkundemuseum. Plötzlich flammt zwischen ihnen ein kleines  Licht auf. Es ist die Taschenlampen von Jonathan. Er und seine Klassenkameradin Lisa haben vor Kurzem den Detektivclub "Weiße Feder" gegründet. In der Dunkelheit das Museum zu erforschen macht ihnen Spaß. Dann kommen noch mehr Lampen hinzu. Sie gehören Jonathans und Lisas Klassenkameraden. Eine weitere gehört dem Museumsdirektor Dr. Waldknof. Jonathans und Lisas Klasse übernachtet heute im Museum.
Bevor alle in den Mineraliensaal mit den Edelsteinen und Kristallen zurückkehren, wo ihre Isomatten und Schlafsäcke  liegen, führt Dr. Waldknof die Klasse und ihre Lehrerin durch das Museum. Lisa gefällt der Saal mit den großen ausgestopften Tieren besonders gut. Im Dunkeln sehen die Nashörner, Bären und Flußpferde fast lebendig aus. Als würden sie auf etwas warten und sich gleich in Bewegung setzen.
Drei Stunden später liegen die Kinder in ihren Schlafsäcken und träumen. Plötzlich zerreißt ein lauter Knall die Stille. „Das kam aus dem Saal mit den großen Tieren!“, sagt Lisa zu Jonathan. Die Kinder stürmen los, aber es dauert einige Zeit, bis sie das Museum durchquert haben. Ein riesiges Loch klafft in der Außenwand. Draußen steht das Tatwerkzeug der Einbrecher — ein großer Bagger. Aber von den Verbrechern ist nichts zu sehen.

„Der Fall ist rätselhaft“, murmelt der von Dr. Waldknof herbeigerufene Hauptwachtmeister Tegtmeyer. „Warum haben die Einbrecher die halbe Wand eingerissen. Die Scheibe einzuschlagen hätte doch auch gereicht, wenn man ins Museum kommen will.“„Reine Zerstörungswut!“, jammert Dr. Waldknof den Tränen nahe. „Mein schönes Museum! Ich muss sofort telefonieren und meine Kollegen verständigen! Man wird nie verstehen, warum sie so ein goßes Loch in mein schönes Museum machen mussten.“ Herr Waldknof geht in sein Büro um zu telefonieren. Aber Jonathan und Lisa haben als clevere Detektive bereits gesehen, wofür man das große Loch in die Wand gemacht hat. Sie erzählen ihre Beobachtung Hauptwachtmeister Tegtmeyer, der sie an die Polizeizentrale weitergibt. Kurz darauf können die Einbrecher mit Hilfe der Angaben von Jonathan und Lisa gefasst werden.

Warum haben die Einbrecher das große Loch in die Museumswand gebrochen?






Lösung:
Sie brauchten das große Loch für den Diebstahl des präparierten Elefanten. Im ersten Bild sieht man ihn noch im Museum stehen. Im zweiten Bild erkennt man unter dem Kopf der Giraffe nur noch das leere Podest, auf dem er gestanden hat.

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